Bank für Alle: Der Wiederaufbau ist doch wieder möglich

Eine turbulente Stadtratsdebatte hat ein überraschendes Ende genommen: Es gibt nun einen Prüfantrag an die Stadtbildpflege, der darüber Auskunft geben soll, ob die Bank nun doch wieder an ihrem angestammten Platz aufgestellt wird. Dieser Prüfantrag wurde von der Fraktionsvorsitzenden der Partei DIE LINKE Elke Theisinger-Hinkel eingebracht und mit großer Mehrheit verabschiedet.

Der Weg dorthin war aber durchaus kurios: Ausgangspunkt war der Antrag der o.g. Partei, Einsicht in das ominöse Gutachten zu bekommen, das laut Bürgermeisterin Kimmel die Verkehrsfähigkeit der Bank in Frage stellte. Auch wir haben nach Einsicht verlangt und daraufhin erst am letzten Samstag ein Schreiben bekommen, das uns diese Einsicht zusichert. Oberbürgermeister Weichel berichtete nun auf der Stadtratssitzung über dieses vom TÜV Saar aufgesetzte Papier. Die Angaben, die er dem Plenum machte, waren widersprüchlich, da er eingestehen musste, das dieses Gutachten die Grundlage dafür war, die Bank bis zum Winter stehen zu lassen. Die zwischenzeitlich erfolgte Nachbesserung und Pflege der Bank vesuchte er der Stadtbildpflege gutzuschreiben, obwohl diese Maßnahmen vollständig auf unser Konto gingen. Im Nachgang seiner Ausführungen lehnte er einen Wiederaufbau aus haftungsrechtlichen Gründen ab.

Bürgermeisterin Kimmel, die sich in Punkto „Bank für Alle“ und Umgang mit uns ja nicht unbedingt mit Ruhm bekleckert hatte, brachte neue Dynamik in die Diskussion, indem sie eine Ertüchtigung der Bank ins Spiel brachte, um die Bank eventuell wieder aufzustellen. Daraufhin kam es zu einem Verwirrspiel, das darin mündete, den oben erwähnten Antrag zu stellen. Inwiefern der CDU-Politiker Weber mit der Absicht, die Bank zu kaufen und in seinen Garten zu stellen und andere Vorstellungen, die Bank höchstbietend zu versteigern oder dem Stadtmuseum zu überantworten ein Rolle dabei gespielt haben, den OB von kategorischer Ablehnung „nur über meine Leiche“ zu „dann stellen Sie doch einen Prüfantrag…“ umzustimmen, kann uns egal sein.

Der Prüfantrag steht. Die positive Berichterstattung der Rheinpfalz spricht Bände und Medienanfragen u.a. von der SWR-Landesschau sind Ausdruck der Popularität unserer „Bank für Alle“ – genauso wie die große Anzahl von Leser*innenbriefen, die bei der RP-Lokalredaktion zu diesem Thema eingegangen sind. (Danke dafür, auf diesem Weg 🙂)

Wir haben schon bei der Installation der Bank und auch danach mehrfach unsere Kooperationsbereitschaft im Bezug auf Pflege, Reparatur und eventuelle Nachbesserungen an der Bank bekundet und werden der Stadtbildpflege, sofern es gewollt wird, mit Rat und Tat zur Seite stehen, um die „Bank für Alle“ nächstes Jahr am gewohnten Platz wieder aufzustellen.

Was die Rheinpfalz schreibt (von Hans-Joachim Redzimski, 17.12.2019)

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